Cornelia Christian von moBiel zu Gast

Am 12. Februar besuchte Cornelia Christian, verantwortlich für den Bereich Netzplanung bei moBiel, die SPD Jöllenbeck. Hier berichtete Sie von neuen Plänen für den Stadtbezirk.

Hierzu der Artikel aus dem Blickpunkt Jöllenbeck:

Stabwechsel bei moBiel: Cornelia Christian verantwortet jetzt den Bereich Netzplanung. Erfahrungen im öffentlichen Nahverkehr bringt Frau Christian zur Genüge mit. Im Rhein-Main-Gebiet stellt sie sich den Herausforderungen einer dicht besiedelten Wirtschaftsregion, dann das genaue Gegenteil im ‚menschenleeren‘ Brandenburg. Hier in der Region engagiert sie sich bei OWL Verkehr für ein starkes Ostwestfalen-Lippe und stellt die Weichen für den Nahverkehr der Zukunft. Nun ist sie vom Willy-Brandt-Platz in die Otto-Brenner-Straße gewechselt.

Und tatsächlich stehen die Chancen nicht schlecht, dass vielleicht noch in diesem Jahr hier in Jöllenbeck ein Stück Zukunft im öffentlichen Nahverkehr Wirklichkeit wird. „Wir planen einen ‚Bus auf Bestellung‘ für den Stadtbezirk Jöllenbeck. Die Fahrgäste sollen telefonisch oder per Smartphone-App ihre Fahrt anmelden. Da die Routen der Kleinbusse permanent neu berechnet und an die jeweils angemeldeten Fahrten angepasst werden, wird es in einem sehr engen Raster von wenigen hundert Metern ‚virtuelle Haltestellen‘ geben, an denen die Fahrgäste zu-/aussteigen können. Ich möchte betonen, dass es keinen Tür-zu-Tür-Verkehr geben wird, also keine Konkurrenz zu Taxis. In erster Näherung wird das neue Angebot eine Zubringerfunktion für die Hauptlinien im Stadtbezirk erbringen. Aber eben auch einiges darüber hinaus. Ob wir damit erfolgreich sind, wollen wir in einem Testlauf, der auf drei Jahre angelegt ist, herausfinden.“

Forschende des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen haben für einen Verkehrsverbund in Südniedersachsen den EcoBus entwickelt. Ziel des Konzeptes ist, die Anzahl der Fahrzeuge auf den Straßen zu verringern – der EcoBus ergänzt das bestehende Netz des ÖPNV. Da die Fahrgäste dort abgeholt werden, wo sie zusteigen möchten, lassen viele ihr Auto tatsächlich zu Hause. Bei dem Pilotprojekt sind inzwischen über zehn Prozent der Bevölkerung als Nutzer registriert und die Zahl der Fahrten steigt kontinuierlich. Die Erfahrung in anderen Ländern zeigt, dass jeder Fahrdienst wie z.B. Uber nur noch mehr Autos auf die Straße gebracht hat, Fahrgäste werden dem umweltfreundlichen ÖPNV entzogen. Die Forschenden konnten den Algorithmus so optimieren, dass ein Kunde nach wenigen Sekunden ein erstes Angebot für seine nachgefragte Fahrt aus dem System erhält. Die Routenplanung wird im Max-Planck-Institut ständig weiter optimiert. Fahrten im EcoBus kosten genauso viel wie im Linienbus und er ist direkt in das Tarifsystem des Verkehrsverbundes integriert.     M.B.

 

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